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Comedy-Rock als Finale für "2. Lüneburger Rockfest"

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Scharnebeck. Hannes G. Laber sieht ziemlich gefährlich aus, ist aber ein freundlicher Zeitgenosse. Mit "hallo Lüneburg!" begrüßt er das Publikum in Scharnebeck. Das kann passieren. Der Sänger und Gitarrist kommt mit seiner Band "J.B.O." (FOTO) viel herum -- und außerdem trägt das zweitägige Open-Air-Konzert auf dem Gelände des Schützenplatzes Scharnebeck, gleich neben dem Hebewerk, den Titel "2. Lüneburger Rockfest".
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Der Freitag hatte lokalen Bands gehört, die LZ berichtete, das war eine recht familiäre Angelegenheit. Einige hundert Zuschauer waren dann am Sonnabend erschienen, die Top-Acts zu erleben. Viel zu wenig, um das Gelände zu füllen, das mit seiner eindrucksvollen Bühne, großer Wiese, viel Sicherheits- und Notdienst-Einsatztruppen auf ein Vielfaches dieser Gästezahl ausgelegt war. Aber es waren dann immerhin genug, um zum Abschluss so etwas wie Festival-Feeling aufkommen zu lassen. Die kräftigen Security-Männer passten mit ihrem schwarzen Outfit gut zu den Heavy-Metal-Fans, die sich über Auftritte von "Helldriver" und Kissin' Dynamite", "Megaherz" und eben "J.B.O." freuten.

Wer in den (recht kurzen) Umbaupausen nicht wusste, was er tun oder trinken sollte, der hatte etwas zu lesen -- ein echter Hardcore-Music-Fan zeigt auf dem T-Shirt, was er mag. "Black Sabbath" und "AC/DC" waren da vertreten, einer warb für "Wacken", ein anderer für "Gothic Germany", und so fort. Am häufigsten aber war auf den Rücken der rosa Schriftzug J.B.O. vertreten, das Kürzel steht für "James Blast Orchester". Das allerdings hatte sich James Last verbeten, jetzt tritt das Quartett aus Erlangen auch mit dem Namenszug "James zensiert!chester" auf.

Eigentlich hatten die Frontmen Vito C. und Hannes G. Laber Holzmann die Band nur als Spaßprojekt für einen Auftritt gegründet -- das war 1989. Der Name (welcher nun auch immer) steht für Hardrock mit deutschen Texten von hohem Comedy-Faktor, für Hits wie "Gänseblümchen" und eigenwillige Interpretationen des alten Gassenhauers "...aber dennoch hat sich Bolle ganz köstlich amüsiert". Die Moderation übernimmt natürlich G. Laber (auch dieser Name verpflichtet), der dem Publikum die Resultate seiner umfangreichen Recherche-Arbeit bei den Damen bekannt gab. Frauen wollen demanch immer nur das Eine: Pickel ausdrücken. Und noch etwas hat G. Laber gelernt: Im weiteren Verlauf des Abends rief er dann doch irgendwann "danke, Scharnebeck!".

Die Veranstalter hatten bereits vor dem Festival ein drittes Rockfest im Visier. Bleibt die Frage nach der Perspektive -- das Angebot stimmte, das Wetter spielte einigermaßen mit. Aber der Mut, das 2. Lüneburger Rockfest gegenüber dem ersten (2009) deutlich zu vergrößern, wurde nicht belohnt. Die Festival-Konkurrenz war groß -- aber auch die Resonanz in Uelzen (siehe oben) war etwas enttäuschend.

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