Juli liefert eine solide Show im Vamos ab

Ein paar Auszeiten und immer neue Erfolge wie mit ihrem dritten Album "In Love" halten die Hessen ganz gut im Geschäft. Die wichtigste Veränderung geschah hinter den Kulissen: Eva Briegel (32) tourt mittlerweile mit einjähriger Tochter. Da ist es schon eine Herausforderung, am Ende einer Konzertreihe und direkt nach Gigs in Biele- und Krefeld frisch wie am ersten Tourtag zu wirken. Eva Briegel aber kann auch Rock arbeiten und singt sich frei. Das Zentrum der Energie sitzt an diesem Abend allerdings hinten: Drummer Marcel Römer verkörpert die größte Lust am Rockjob.
Der Juli-Sound hat mit Elektro-Effekten einen erhöhten Coolness-Faktor bekommen, das Licht zur Show ist aufwendig, aggressiv und nervös. Ob sich Eva Briegel Akkordeon und Gitarre zwischendurch nur aus optischen Gründen umgeschnallt hat, das muss offen bleiben. In gut 80 Minuten plus Zugaben fand sich aber so gut wie alles, was Juli groß gemacht hat: "Regen und Meer", "Dieses Leben", "Geile Zeit", "Wir beide" etc.
Den Kontrast lieferte die gute Vorband: The Good Morning Diary mit Cello, Geige und mit der Lust an der Ruhe, die Songs wirken lässt.



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